Oktopus Höhlen Initiative

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Das Citizen Science Projekt ist Teil des Forschungsprojektes Octopus Intelligence. Dieses Forschungsprojekt untersucht die Intelligenz von Oktopussen mithilfe fortschrittlicher Techniken der Künstlichen Intelligenz (KI) und konzentriert sich dabei auf die Kommunikation zwischen Arten. Oktopusse sind bekannt für ihre Problemlösungsfähigkeiten, ihr anpassungsfähiges Verhalten und ihre komplexen neuronalen Strukturen, was sie zu idealen Objekten für die Erforschung tierischer Intelligenz macht. Durch die Kombination von KI und Verhaltensbeobachtungen wird diese Forschung untersuchen, wie Oktopusse mit ihrer Umwelt interagieren. Octopus Intelligence ist ein interdisziplinäres Projekt mit vielen Akteuren: Technische Universität Graz, MareMundi, Universität Neapel, RISE, Arishna und die Citizen Scientists der Oktopus Höhlen Initiative.
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Selina Ernst
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Technische Universität Graz

MareMundi
Häufige Fragen
Worum geht es in diesem Projekt?
Die Oktopus Höhlen Initiative untersucht, inwieweit künstliche Oktopus-Höhlen vor der kroatischen Insel Krk von freilebenden Oktopussen angenommen werden. Ziel ist es, herauszufinden, welche Bauarten bevorzugt werden und in welchen Lebensräumen die Höhlen am effektivsten sind. Diese Forschung soll langfristig dazu beitragen, das Verhalten und die kognitiven Fähigkeiten von Oktopussen in ihrem natürlichen Umfeld zu erforschen. Die Zusammenarbeit mit Bürger*innen ermöglicht es, umfangreiche Daten zu sammeln und das Bewusstsein für den Schutz dieser faszinierenden Tiere zu stärken.
Wie können Bürger*innen mitforschen?
Taucher*innen und Schnorchler*innen sind eingeladen sich aktiv zu beteiligen, indem sie während ihrer Tauchgänge die künstlichen Oktopus-Höhlen aufsuchen und fotografieren oder filmen. Die Standorte der Höhlen sind auf der Projektwebsite detailliert beschrieben. Es sind keine wissenschaftlichen Vorkenntnisse erforderlich, jedoch sollten Teilnehmende über Tauch- oder Schnorchelerfahrung und eigene Ausrüstung verfügen. Die Exkursionen werden von den Teilnehmenden selbstständig geplant und durchgeführt und erfolgen auf eigenes Risiko. Beiträge werden per E-Mail, Telefon oder soziale Medien eingereicht. Neben der Datensammlung sind Verbesserungsvorschläge für die Höhlen sowie neue Standortideen willkommen. Auch weiterführende Forschungsarbeiten können angeregt werden. Detaillierte Anleitungen und persönliche Unterstützung stehen jederzeit zur Verfügung.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Teilnehmende übermitteln ihre Beiträge über verschiedene Kanäle wie Facebook, WhatsApp oder E-Mail. Die gesammelten Daten werden analysiert, um das Verhalten und die Präferenzen von Oktopussen hinsichtlich der künstlichen Höhlen zu verstehen. Der Fortschritt des Forschungsprojekts kann auf der Website und den Social-Media-Kanälen verfolgt werden, wo regelmäßig Updates und Ergebnisse veröffentlicht werden. Auf der Website entsteht eine interaktive Karte mit den Beiträgen den Teilnehmenden. Feedback an die Teilnehmenden erfolgt durch direkte Kommunikation und öffentliche Berichte. Die Ergebnisse werden direkt in den Forschungsprozess implementiert. So wird z.B. beim Bau weiterer Oktopus-Höhlen und deren Ausbringung das aus den gesammelten Daten entstandene Wissen berücksichtigt.
Wozu trägt die Forschung bei?
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Verhaltensforschung von Oktopussen sowie der Weiterentwicklung von künstlichen Oktopus-Höhlen. Des Weiteren werden die Ergebnisse der Citizen Scientists für die Erforschung der kognitiven Fähigkeiten von Oktopussen in ihrer natürlichen Umgebung verwendet. Wissen über die Intelligenz von Oktopussen ist insofern interessant, als dass diese Tiere als sehr intelligent gelten und dass ihre Gehirne gänzlich anders funktionieren als die der Menschen. Spannend ist auch die Verbindung zur Künstlichen Intelligenz, da das Gehirn von Oktopussen genauso wie KI dezentral Informationen verarbeitet. So liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse zur evolutionären Entstehung von Intelligenz in biologischen Systemen sowie über KI. Gleichzeitig wird die Empathie der Teilnehmenden für Meeresbewohner und das allgemeine Umweltbewusstsein gefördert. Der Lebensraum Meer ist mit all seinen faszinierenden Meeresbewohnern schützenswert.
Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?
Seit dem Start des Projektes wurden mehrere künstliche Oktopus-Höhlen vor der Insel Krk installiert. Erste Beobachtungen zeigen, dass einige dieser Höhlen bereits von Oktopussen bewohnt wurden, was auf den Erfolg der eingesetzten Methoden hinweist. Diese positiven Zwischenergebnisse motivieren zur Fortsetzung und Erweiterung der Forschungsaktivitäten.