Vanessa van den Bogaert
Ort
- Deutschland
Es geht darum, die Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen.
Darin bin ich Expert*in
Das biete ich an
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Durch meine Forschungen möchte ich eine evidenzbasierte Grundlage schaffen, um das volle Potenzial von Citizen-Science-Ansätzen als Lerngelegenheiten im Bildungsbereich zu entfalten. Oft fehlt es an einer systematischen Überprüfung der Wirksamkeit einzelner Projekte oder ähnlicher Ansätze bspw. in Bezug auf Lernziele. Deshalb ist es mir wichtig, die Bedingungen zu identifizieren, unter denen Citizen-Science-Projekte besonders effektive Lerngelegenheiten bieten können.
Mein Ziel ist es, durch umfassende und fundierte Begleitforschung empirische Grundlagen für Entscheidungen zu entwickeln, mit denen diese Ansätze bspw. erfolgreich in das Bildungssystem integriert werden können.
In einem meiner aktuellen Projekte (FaBiUs) konzentriere ich mich auf die Durchführung von Lehrerfortbildungen, die sich mit der Entwicklung von Erkenntnisgewinnungskompetenzen beschäftigen. In diesen Fortbildungen dient ein Citizen-Science-Projekt als Lerngelegenhiet für Lehrkäfte und Schüler*innen.
Häufige Fragen
Sie engagieren sich in Begleitforschungsprojekten. Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Evaluationen?
Die Gemeinsamkeiten bestehen meiner Ansicht nach darin, dass sowohl bei der Evaluation als auch bei der Begleitforschung auf Basis wissenschaftlicher Standards und mithilfe empirischer Methoden bestimmte Fragestellungen untersucht werden. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Art der Fragestellung.
Evaluation zielt darauf ab, zu prüfen, ob die Ziele eines Projekts, wie beispielsweise eines Citizen-Science-Projekts, erreicht wurden – sei es in Bezug auf die Anzahl der Teilnehmenden, die Erzeugung wissenschaftlich nutzbarer Daten oder die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Bürgern.
Begleitforschung hingegen befasst sich mit anderen Fragestellungen und ist stärker grundlagenwissenschaftlich ausgerichtet.
Warum braucht es Evaluationen oder Begleitforschung?
Akteure und Förderer von Citizen-Science-Ansätzen beschäftigen sich zunehmend mit der Frage, welche tatsächlichen Wirkungen ihre Aktivitäten haben und ob die gesetzten Ziele erreicht werden.
Evaluation hilft dabei zu ermitteln, ob ein Projekt oder eine Maßnahme die beabsichtigten Ergebnisse erzielt. Sie prüft, ob gesetzte Ziele erreicht wurden und wie effektiv die eingesetzten Mittel waren. Durch die systematische Bewertung von Projekten und Programmen kann die Qualität verbessert werden. Sie liefert wertvolle Informationen darüber, was funktioniert und was nicht, und ermöglicht so Anpassungen und Optimierungen. Evaluation liefert fundierte Daten und Analysen, die als Grundlage für Entscheidungen bei zukünftigen Projekten oder Programmen dienen können. Sie trägt dazu bei, Rechenschaft gegenüber Geldgebern, Partnern und der Öffentlichkeit abzulegen, indem sie zeigt, wie Ressourcen genutzt wurden und welchen Nutzen sie gebracht haben.
Die Begleitforschung erweitert das Verständnis für die zugrunde liegenden Mechanismen und Prozesse eines Projekts. Sie geht über die reine Zielerreichung hinaus und untersucht tiefergehende Aspekte und Zusammenhänge. Durch die Identifizierung von Erfolgsfaktoren und Herausforderungen können neue Ansätze entwickelt und innovative Lösungen gefördert werden.
Beide Ansätze ermöglichen es Organisationen und Individuen, aus Erfahrungen zu lernen, indem sie Reflexion über die Praxis fördern und Wissen generieren, das für zukünftige Projekte nützlich ist.
Was ist Erkenntnisgewinnungskomeptenz?
Die Kompetenzen zur Erkenntnisgewinnung spielen im naturwissenschaftlichen Unterricht eine wichtige Rolle, insbesondere wenn es darum geht, Phänomene zu untersuchen. Diese Kompetenzen verbinden praktische Arbeitstechniken mit wissenschaftlichem Denken und Arbeiten und werden schon lange eingesetzt, um Schüler auf wissenschaftliches Arbeiten vorzubereiten. Der Kompetenzbereich der Erkenntnisgewinnung umfasst Fähigkeiten, die notwendig sind, um die Denk- und Arbeitsweisen der Naturwissenschaften zu verstehen, anzuwenden und darüber nachzudenken. Dabei geht es auch um das Verständnis von Wissenschaft aus naturwissenschaftlicher Sicht.